Gas detectie systemen

Beveiliging tegen onzichtbaar gevaar

Geschiedenis

Compur Monitors GmbH & Co. KG

„Friedrich Deckel, Mechaniker“ steht auf dem Schild, das im Jahre 1898 ein junger Mechaniker an seiner Hinterhofwerkstatt in der Jahnstraße im Münchner Stadtteil Au anbringt. Er nimmt jede beliebige Reparatur entgegen, denn er braucht Geld. Während seiner Lehr- und Wanderjahre, die ihn nach seiner Lehre bei dem berühmten Ernst Abbé in der Versuchsabteilung von Zeiss Jena über Holland bis nach England geführt hatten, war der Wunsch gereift, selbst Produkte zu entwickeln und zu produzieren. Deckels Rückkehr fällt in eine Zeit, in der die Photographie beginnt auch Amateure zu begeistern. Die ersten „Reisekameras“ kommen auf den Markt – polierte Holzkästen mit Objektiv, in denen man mit lichtempfindlichem Material beschichtete Glasplatten belichten konnte. Die Schwachstelle dieser Apparate ist der Verschluß: Das lichtempfindliche Material wäre zwar schon empfindlich genug um Momentaufnahmen machen zu können, aber es gibt keine Möglichkeit, die Belichtungsdauer genau einzustellen. So ist das Ergebnis der photographischen Bemühungen doch eher zufällig. Gemeinsam mit Bruns bringt Deckel schon kurz nach der Jahrhundertwende den „Compound“-Verschluß auf den Markt. Dies ist der erste Zentralverschluß überhaupt – und damit der erste Kameraverschluß, der eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Bildfläche gewährleistet. Diese Technologie wird für lange Zeit führend sein. Erst in den 70er Jahren werden Filme angeboten, die eine höhere Toleranz gegenüber Fehlbelichtungen aufweisen, so daß nun billigere Verschlüsse den Markt erobern können. Die Photographie verdankt ihre rasante Entwicklung in den folgenden Jahren nicht zuletzt dem bodenständigen Marketing dieses Mechanikers, der überzeugt ist, daß sich der geschäftliche Erfolg von selbst einstellen wird, wenn man nur ein technisch überlegenes Produkt anbieten kann. Auf diesen Erfolg muß er allerdings noch einige Jahre warten. Das erste Produkt, das sich so gut verkauft, daß er das Werk auf Großserienfertigung umstellen kann, ist der Compur-Verschluß. Dieser Name ist bis heute in aller Welt als Markenzeichen für High-Tech-Produkte erfolgreich. Der Name entsteht aus der Kombination des Wortes „Compound“ für den Zentralverschluß und dem deutschen Wort „Uhr“, da dieser Verschluß mit ebensolcher Präzision ablief. Mit dem Wort Computer hat er natürlich nichts zu tun: Im Jahre 1911 ahnt noch niemand, daß es eines Tages elektronische Rechenmaschinen geben würde.

Der Compur erfordert eine Fertigungspräzision, die mit marktüblichen Maschinen nicht erzielt werden kann. So beginnt Deckel mit dem Bau von Werkzeug- und Graviermaschinen. Zunächst für den Eigenbedarf. Nach dem ersten Weltkrieg werden als erstes gerade diese Maschinen auf der Leipziger Messe angeboten. Der Krieg hat den Markt für Kameraverschlüsse zum Erliegen gebracht. die Menschen haben andere Sorgen als Bilder zu machen. Der Schwerpunkt verschiebt sich auf Präzisionsmeßgeräte und Dieseleinspritzpumpen für die im Entstehen begriffene Automobilindustrie. Die Anzahl der Mitarbeiter steigt bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges auf 2.200. Während des Krieges muß die Fertigung auf kriegswichtige Güter umgestellt werden. Sofort nach dem zweiten Weltkrieg beginnt auf Befehl des Besatzungsmacht der Wiederaufbau des Werkes unter kommissarischer Leitung. Bereits zur Zeit der Währungsreform 1948 läuft die Produktion auf Hochtouren. Jetzt werden überwiegend Kameraverschlüsse gefertigt. 1951 kommt der Synchro-Compur auf den Markt. Er wird für ein weiteres Vierteljahrhundert den Standard für Präzision in der Photographie setzen. Als ein Beweis dafür mag gelten, daß die ersten Kameras von Zeiss, die im Rahmen des Gemini-Programms Bilder aus dem Weltraum liefern, mit Verschlüssen nach dem Compur-Prinzip ausgestattet sind. Mitter der 50er Jahre erwirbt Zeiss das Compur Werk. Dies ist gleichbedeutend mit dem Einstieg ins Zeitalter der Elektronik. Bereits 1971 wird ein Vorläufer des Videorecorders entwickelt, die sogenannte Bildbetrachtungsmaschine. Kurz darauf kommt auch das Microtom auf den Markt, ein elektronisches Skalpell – damals eine Sensation. 1976 beteiligt sich die Bayer AG zu 50 % an dem Unternehmen und steuert zahlreiche Ideen aus ihrer Ingenieurabteilung bei. Schnell entstehen weitere Produkte: Ein elektronisches Ampullenprüfgerät und zahlreiche Meßgeräte für die medizinische Diagnostik. Gleichzeitig wird der erste elektronische Anrufbeantworter, das Alibiphon, entwickelt. Die Firma heißt jetzt folgerichtig Compur Electronic. Umweltschutz ist ein neues Schlagwort in den 70er Jahren. Die Ingenieure der Bayer AG, die bisher nur Analysatoren für den Eigenbedarf entwickelt hatten, übertragen Know-How an Compur. Ende der 70er Jahre beginnt Compur Geräte zu bauen, die winzige Spuren von Gefahrstoffen in der Luft messen können. Herzstück dieser Geräte sind fast immer elektrochemische Sensoren, die, obwohl nur so groß wie ein Fingerhut, schon wenige Parts per Billion in der Luft messen können. Wieder setzt Compur technische Maßstäbe. Das erste Pocket-Gasmeßgerät, das Monitox, erobert den Markt 1978. Sechs Jahre später übernimmt Bayer Compur ganz. Der Bereich Compur Monitors, spezialisiert auf Gasmeßtechnik, entsteht. In rascher Folge kommen neue, auch stationäre Gasmeßgeräte auf den Markt. Ob in den Goldminen Australiens oder in der Kläranlage von Nandlstadt: Rund um den Globus vertrauen Menschen ihre Gesundheit den Produkten von Compur Monitors an. Nach einem Jahr (1993-1994) unter der Obhut von Hartmann & Braun steht Compur Monitors seit 1.8.1994 als GmbH auf eigenen Füßen und entwickelt ihr Geschäft erfolgreich.

Anfang 1999 bringt Compur Monitors den Statox 501 auf den Markt – eine Revolution auf dem Gebiet der Gasmeßtechnik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen benötigt dieses Produkt keinen Einschubrahmen. Damit reduziert sich der Systempreis erheblich und für die Montage braucht man nur noch wenige Minuten. Im Gedächtnis des Controllers sind Programme gespeichert, die die Signale aller CM-Meßköpfe für brennbare und toxische Gase auswerten können. Hier hat die Zukunft begonnen!

...manchmal stellen wir uns vor, wie in einer nicht allzufernen Zukunft, die ersten Besiedler des Mars eine Weltraumkamera finden, die dort seit 1971 liegt. Sie wundern sich, daß auf dieser Antiquität der gleiche Markenname steht wie auf der Anlage, die ihre Atemluftversorgung überwacht: Compur...